MUSKELSCHMERZEN IN DEN WECHSELJAHREN: URSACHEN UND WAS DU DAGEGEN TUN KANNST


Frau mit Muskelschmerzen in den Wechseljahren

Vielleicht kennst Du das: Schon am Morgen beim Aufwachen tut Dir alles weh, dabei hast Du gestern nichts Außergewöhnliches gemacht. Jeder Muskel Deines Körpers schmerzt. Du fühlst Dich, als wärst Du unter die Räder gekommen.


Nur wenigen ist bewusst, dass diese Muskelschmerzen auch mit den Wechseljahren zusammenhängen können. Die Menopause assoziieren viele eher mit Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme. In diesem Artikel erkläre ich Dir, warum viele Frauen während der Wechseljahre von Muskelschmerzen geplagt sind und was dir wirklich helfen kann.


Eines gleich vorweg: Mit ein paar Tipps und Übungen ist es nicht getan – Du solltest grundlegend umdenken, wenn Du Deine Muskelschmerzen zähmen und stattdessen wieder Leichtigkeit in Deinem Körper spüren willst.



Mögliche Ursachen und Hintergründe Deiner Muskelschmerzen

Wichtig ist zunächst, dass Du ärztlich abklären lässt, ob Deine Muskelschmerzen andere Ursachen – wie z. B. Rheuma, Bandscheibenvorfall oder Fibromyalgie – haben und medizinische Maßnahmen erfordern.

Ist das nicht der Fall, können Deine Hormonschwankungen in den Wechseljahren einen wesentlichen Einfluss darauf haben, dass Du permanent am ganzen Körper Schmerzen hast.


Hormone als Auslöser von schmerzenden Muskeln

Während der Wechseljahre sinkt der Spiegel des weiblichen Hormons Östrogen stetig. Östrogene erfüllen wichtige Funktionen in Deinem Körper wie zum Beispiel:

  • Sie fördern die Durchblutung und die Aufnahme von Flüssigkeit ins Gewebe.

  • Sie sind am Aufbau von Proteinen und somit Muskeln beteiligt.

  • Östrogene haben entzündungshemmende Eigenschaften.

  • Und sie wirken an der Freisetzung von Endorphinen mit, die grundsätzlich dafür sorgen, dass wir Schmerzen als weniger stark empfinden.

Befindet sich der Östrogenspiegel nun während der Menopause im freien Fall,

  • erhalten Deine Muskeln weniger Nährstoffe und sind somit weniger elastisch und fest

  • können Abbauprodukte schlechter abtransportiert werden

  • kann es zu Verhärtungen und Verklebungen kommen

  • sinkt Deine Schmerzschwelle, das bedeutet, Du nimmst Schmerzen stärker und intensiver wahr


Stress befeuert den Schmerz

Chronischer Stress erzeugt Schmerzen. Wenn Du permanent unter Strom stehst, schüttet Dein Körper vermehrt Cortisol aus. Das versetzt Deine Muskeln in eine Art Daueranspannung bis hin zur Verkrampfung, woraus wiederum Verspannungen und Schmerzen resultieren.


Du kannst Dir das wie eine Kettenreaktion vorstellen: Deine verspannten und verkrampften Muskeln werden schlechter durchblutet und dadurch mit weniger Nährstoffen versorgt, was wiederum Dein Schmerzempfinden erhöht. Das führt letztlich zu chronischen Rückenschmerzen, Verspannungen in Schultern und Nacken sowie Fehlhaltungen.


Wechseljahre: Eine Herausforderung für Körper, Geist und Seele

Die Wechseljahre tragen nicht umsonst ihren Namen: Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeit des Wechsels – sowohl hormonell als auch hinsichtlich der veränderten persönlichen Situation in dieser Lebensphase.

Wir werden älter – und mit uns unsere Kinder. Sie sind jetzt selbstständiger und brauchen uns nicht mehr so oft oder so intensiv. Das führt automatisch dazu, dass wir die Beziehung zu unserem Partner neu definieren oder neu entdecken.


Etliche Frauen nutzen diesen Lebensabschnitt, um sich beruflich in eine andere Richtung zu orientieren.

Das Älterwerden mit all seinen Begleiterscheinungen fordert uns heraus, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen:

Wie möchte ich älter werden?

Betrachte ich den Prozess als etwas Positives, den ich würdevoll, gelassen und mit Leichtigkeit lebe?

Oder lasse ich mich runterziehen und sehe nur die negativen Seiten?

Auch wenn es sich im ersten Moment komisch anhört: Deine Einstellung wirkt sich auf Deine Ausstrahlung und Deine Haltung aus – und beeinflusst damit, ob und in welcher Intensität Du während der Wechseljahre von Muskelschmerzen geplagt wirst.


Was Deine Haltungsgewohnheiten mit Muskelschmerzen in den Wechseljahren zu tun haben

Dauerhafte Muskelschmerzen sind anstrengend und können Dich richtiggehend ausbremsen. Schmerzen und Verspannungen in der Menopause werden häufig abgetan. Fast nach dem Motto: »Entspann Dich doch mal, dann wird sich das schon wieder legen.«


Innere und äußere Anspannung gehen natürlich Hand in Hand, das lässt sich nicht voneinander trennen. Und das zeigt sich sehr wohl in Deiner Haltung (psycho-physisches Zusammenspiel) – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Was ich im Laufe der Jahre alles ausprobiert habe, um meine chronischen Rückenschmerzen loszuwerden, kannst Du auf meiner Über-mich-Seite nachlesen.


Fakt ist: Ungünstige Haltungsgewohnheiten führen zu Schmerzen und Verspannungen (und sind zudem belastend für Deine Gelenke, aber das ist ein eigenes Thema).


Im Alltag führen wir Bewegungen unbewusst, automatisiert und reflexartig aus. Genauso ist es mit unserer Körperhaltung – denke beispielsweise ans Sitzen am Schreibtisch während Du konzentriert arbeitest. Über die Jahre schleichen sich Haltungsmuster ein, die häufig ungünstig sind, um es mal milde zu formulieren. Das zieht hartnäckige Schmerzen nach sich.


Hinzu kommt, dass Dein Körper diese unvorteilhaften Haltungsmuster nicht mehr so leicht ausgleichen kann wie in jüngeren Jahren. Was dazu führt, dass Verspannungen und Muskelschmerzen in den Wechseljahren häufiger und intensiver auftreten.


Sport bei Muskelschmerzen in den Wechseljahren


Ich dachte damals, dass ich meine Rückenprobleme in erster Linie über Muskeltraining in den Griff bekommen kann. So, als wären vor allem starke Muskeln nötig, um meinen Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Gefühlt wird uns ja genau das überall vermittelt.


Gleichzeitig habe ich verschiedene Entspannungstechniken angewendet und war überzeugt: Damit habe ich eine gute, ausgewogene Mischung! Wobei mir schon damals klar war, dass viel mehr dazugehört, um sich auf ALLEN Ebenen gesund und fit zu halten.


Um überhaupt in den Tag starten zu können, habe ich bereits morgens zwei Stunden trainiert. Mir kam das seinerzeit ziemlich verrückt vor und das war es wohl auch. Im Endeffekt waren meine gut sichtbaren Bauchmuskeln richtiggehend »schief«, weil ich mich in meine gewohnte (ungünstige) Haltung »hineintrainiert« hatte. Also habe ich das nach einiger Zeit wieder sein lassen.

Bedeutet das jetzt, dass Du bei Muskelschmerzen in der Menopause keinen Sport machen sollst? Nein. Was ich Dir jedoch unbedingt mitgeben möchte, erfährst Du im nächsten Abschnitt:


Beste Medizin gegen Muskelschmerzen: Bewegung, optimal ausgeführt


Vielleicht gehörst Du zu denjenigen, die denken: »Echt jetzt? Mein Körper schmerzt ohnehin schon überall – und jetzt soll ich auch noch Sport machen?«


So widersprüchlich das vielleicht klingen mag: Bewegung ist tatsächlich die beste Medizin gegen Muskelschmerzen. Allerdings mit einem wesentlichen Zusatz: GESUNDE Bewegung.


Damit meine ich nicht eine bestimmte, sozusagen DIE ultimative Bewegungsart, sondern dass Du Dich leicht und verbunden bewegst, also mit sehr viel weniger Muskelkraft. Du wirst erleben wie wunderbar wohltuend und erleichternd das ist.


Bewegung – optimal ausgeführt – sorgt dafür, dass Deine Muskeln besser durchblutet und gekräftigt werden. So wirkst Du dem Muskelabbau entgegen und hältst die Muskelfasern geschmeidig und elastisch.


Außerdem schüttet Dein Körper Endorphine aus, wenn Du Dich bewegst. Die lösen positive Gefühle aus und wirken auf den ganzen Körper. Endorphine helfen Deinem Körper, sich zu entspannen, was wiederum Deine Schmerzschwelle erhöhen kann.


Worauf Du bei bekannten Übungen achten und wie Du sie am vorteilhaftesten ausführen kannst – dafür biete ich einen Online-Workshop an (dazu solltest Du schon Erfahrung mit der Alexander-Technik haben).


Haltung bewahren – aber wie?


Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Menschen, die gebeugt gehen, meist älter aussehen als sie in Wirklichkeit sind? Bewegst Du Dich hingegen leichtfüßig und fühlst Dich vom Boden getragen, wirkst Du viel jünger.


Essenziell für eine langfristig gesunde Haltung und vorteilhafte Bewegungsabläufe ist aus meiner Sicht, im ersten Schritt überhaupt mal ein Bewusstsein dafür zu entwickeln. Dein körperliches Wohlbefinden hat also ganz viel mit »innerer« Arbeit zu tun – nur so wirst Du Deine Muskelschmerzen langfristig und nachhaltig loswerden.

Genau darauf basiert die Technik, die ich für mich selbst anwende und meinen Klientinnen vermittle: Die Alexander-Technik ist ein effektives Tool zur Selbsthilfe, mit dem Du eigenverantwortlich dafür sorgen kannst, gesunde Haltungsmuster und Bewegungsabläufe zu verinnerlichen.



Grundlagen meines Haltungscoachings, basierend auf der Alexander-Technik

  • Zeit nehmen, zur Ruhe kommen

  • innehalten, um Gewohnheiten stoppen zu können

  • beobachten und Dir bewusst werden, wie Deine Haltung bei alltäglichen Bewegungen ist (bei welchen Bewegungen wendest Du beispielsweise zu viel Kraft auf, die gar nicht nötig wäre?)

  • wahrnehmen, wieviel Anspannung und Verspannung Du spüren kannst

  • Anspannung loslassen und »Richtung geben«: Kurze Sätze (sogenannte Anleitungen), helfen Dir dabei, gedanklich mit Dir selbst zu arbeiten und so Deinen Körper willentlich und bewusst zu steuern, anstatt ihn dem Zufall und eingespielten, ungünstigen Gewohnheiten zu überlassen.

  • neue Erfahrung machen, wie Du Deine Haltung und Bewegungen mit Leichtigkeit und in Verbundenheit ausführen kannst, und diese Erfahrung nach und nach integrieren


Mit meinem Haltungscoaching helfe ich Dir, Deine eigenen Einflussmöglichkeiten zu entdecken und den Unterschied zwischen zu viel Anspannung, zu wenig Grundspannung (einsinken, zusammensacken) und »richtiger« Entspannung verstehen zu lernen. Du wirst anders und bewusster mit Schwerkraft umgehen und herausfinden (oder eigentlich: am eigenen Leib erfahren), was Deine Körperhaltung mit Deinen Muskelschmerzen zu tun hat und wie Du effektiv daran arbeiten kannst.


Möchtest Du Deine Muskelschmerzen loswerden?


Um Deine Muskelschmerzen mit meiner Hilfe und den Prinzipien der Alexander-Technik nachhaltig zu zähmen, brauchst Du einen starken Willen, Ausdauer und Zeit. Denn – wie Du mittlerweile wahrscheinlich schon richtig vermutest – die Alexander-Technik ist kein Tool, bei dem Du regelmäßig ein paar Übungen befolgst und gut ist’s.


Sie ist vielmehr eine ganzheitliche Veränderung, die Dich dabei unterstützt, mein Motto »Leichtigkeit leben lernen« im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Körper zu erfahren.

Und weil die Prinzipien für gesunde Haltungsgewohnheiten und Bewegungsabläufe eben nicht von heute auf morgen erlernbar sind, habe ich ein spezielles Angebot für Dich: Du bekommst zwei Schnupperstunden zum Preis von einer – so kannst Du meine Methode kennenlernen und dann entscheiden, ob Du den Weg zu mehr Leichtigkeit weiter mit mir gehen möchtest.



Übrigens: Die einfachste Möglichkeit, hilfreiche Tipps zu bekommen und verlässlich über Neuigkeiten und Angebote informiert zu werden, ist, meinen Newsletter zu abonnieren.